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12.03.2019

Grenzerfahrungen aus der Metropolregion Hamburg

Museen zur deutsch-deutschen Geschichte erarbeiten gemeinsame Erinnerungslandschaft

Die Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze in der Metropolregion Hamburg wird in einem Projekt erstmals zusammenhängend erzählt. Die Grenzmuseen aus der Region vernetzen sich und machen sich auf den Weg, die Geschichte der deutschen Teilung gemeinsam zu erzählen.

2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. Die Zeitzeugen dieser deutsch-deutschen Geschichte werden immer weniger. Es bleibt eine große Aufgabe, das geschichtliche Wissen den folgenden Generationen attraktiv und zeitgerecht zu vermitteln. Das Leitprojekt „Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg setzt genau hier an. Wissenschaftlich begleitet wird ein Konzept für eine gemeinsame Erinnerungslandschaft erarbeitet, mit der an die Geschichte der deutschen Teilung erinnert wird.


Am 14. und 15. März 2019 machen sich dazu die Partner des Leitprojektes Grenzgeschichte(n) erstmals gemeinsam auf den Weg in das Museum Friedland und in das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Mit dabei sind Vertreterinnen und Vertreter aus Grenzmuseen und -dokumentationsstätten sowie der teilnehmenden Landkreise und Institutionen. Ihr erster Schritt ist es, ein Netzwerk zu schaffen, das dem gegenseitigen und engen Austausch der einzelnen Einrichtungen dient.

Die Exkursion bildet den Auftakt zu einer Workshopreihe innerhalb des Projektes, in der konkrete Maßnahmen zur Weiterbildung und Professionalisierung der Haupt- und Ehrenamtlichen zum Beispiel in der Museumsgestaltung, dem Medieneinsatz sowie der Vermittlungsarbeit angeboten werden.

Das Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover begleitet den Prozess und wird im Rahmen des 24-monatigen Projektes eine Bestandsaufnahme der Erinnerungsorte und Grenzmuseen durchführen und Handlungsempfehlungen erarbeiten.

Das Projekt zielt auf die Etablierung einer dauerhaften und attraktiven Erinnerungsarbeit und -vermittlung in der Metropolregion, die in doppelter Hinsicht wirken soll: Es stärkt das Profil der einzelnen Standorte durch gezielte Schwerpunktsetzungen. Durch die Vernetzung der Einrichtungen wird die Reichweite und Strahlkraft der Erinnerungsarbeit zur Geschichte der deutschen Teilung erhöht. Im Fokus steht die Steigerung der Bekanntheit und Attraktivität für Zielgruppen wie Schulen, Bildungseinrichtungen und Touristen.

Die Metropolregion Hamburg fördert das Projekt mit 504.000 Euro. Projetträger ist der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit dem größten Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Diese erstreckte sich entlang der Elbe, durch den Schaalsee sowie an den Ufern der Untertrave und der Pötenitzer Wiek; im südlichen Bereich verlief sie im Binnenland.

Das Projekt: www.metropolregion.hamburg.de/grenzgeschichten